Nachdem bereits die Grundlagen zum Innovationsmanagement, sowie die Innovationsarten vorgestellt wurden, kommen wir nun zur Charakterisierung von Innovationen.

Innovationen besitzen wie nachfolgend beschrieben 4 Charakteristika die sie auszeichnen:

  • Neuartigkeit

Hinsichtlich der Neuartigkeit muss zunächst festgestellt werden, dass man Neuartigkeit zunächst weiter spezifizieren muss. Man kann zum einen von einer objektiven versus einer subjektiven Neuartigkeit sprechen. Man kann jedoch auch unterscheiden bezüglich der Neuartig für das Unternehmen und den Grad an Neuartigkeit für den Markt. Nur bei einer Innovation, die sowohl für das Unternehmen, als auch für den Markt sehr neuartig ist, kann man von einer wirklichen „Weltneuheit“ sprechen.

  • Risiko und Unsicherheit

Unter Unsicherheit ist zu verstehen, mit welcher Wahrscheinlichkeit bestimmte Ereignisse eintreten können. Umso stärker die Unsicherheit, als die Bestimmung der Eintrittswahrscheinlichkeit, desto größer ist auch das Risiko. Das Risiko an sich ist die Konsequenz eines Szenarios. Das Risiko ist das Ergebnis der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses, sowie den Folgen. Gerade bei Innovationen hat man mit starker Unsicherheit zu tun, da täglich unvorhergesehene Ereignisse zutragen können. Es besteht die Gefahr von technologischen Risiken (Realisierungsrisiken, Entwicklungsrisiken), jedoch auch von ökonomischen Risiken (Kostenrisiko, Zeitrisiko oder aber auch ein generelles Erfolgsrisiko)

  • Komplexität

Um Komplexität erklären zu können, muss der Begriff „Kompliziertheit“ ebenfalls erklärt werden. Wenn etwas kompliziert ist, so ist die Lösung eher schwer. Es handelt sich dabei jedoch immernoch um einen linearen Prozess. Die Lösung einer komplizierten Aufgabe hat einen Einfluss auf den Input, es besteht also keine Beziehung zwischen den Elementen, lediglich der Weg dazwischen stellt einen vor Probleme. Komplex wird eine Thematik jedoch, wenn aufgrund der Beziehungen der einzelnen Elemente eine laufende unkontrollierbare Veränderung von Statten geht. Sobald man bei einer Veränderung eines Elements nicht gleichzeitig die Folgen für ein anderes Element direkt (linear) benennen kann und zudem noch Rückkopplungseffekte auftreten, spricht man von komplexen Sachverhalten.

  • Wahrscheinlichkeit von Konflikten

Also Folge von komplexen, risikoreichen Innovationen kommt es zu Konflikten. Die Konflikte können entweder auf einzelne Charakteristika zurückgeführt werden bspw. aufgrund der Neuartigkeit, der Risiken oder der Komplexität, doch zudem gibt es noch Konfliktpotential zwischen Menschen, da die Innovation Routinen zerstört. Es gibt einen Konflikt zwischen neuen und bisherigen Produkten. Es kann außerdem auch zu rechtlichen Konflikten kommen.

 

Festzuhalten ist, dass Innovationen immer mit diesen Eigenschaften einhergehen. Es ist wichtig diese zu kennen und zu berücksichtigen. Es gibt der Begriff der kreativen Zerstörung bzw. der schöpferischen Zerstörung. Gerade da eine Innovation mit dem Status quo bricht, sind Konflikte vorprogrammiert und sollten daher auch in die Planung aufgenommen werden, sodass die Auswirkungen der Konflikte möglichst abgefedert werden können.

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