Nachdem bereits Managementsysteme vorgestellt wurden, kommen wir heute zum Qualitätsmanagement. Bei einem Qualitätsmanagement Konzept, handelt es sich um ein normiertes Managementsystem. Bekannt sind diese Managementsysteme durch ihre bedeutende Außenwirkung. Diese Normen sind prozessorientiert aufgebaut. Die ISO 9000 Norm beispielsweise handelt von den Grundlagen und den Begriffen des Qualitätsmanagements.

Zunächst einmal der Hinweis, dass 2015 die ISO 9001 einer Revision unterzogen wurde. Die Norm gliedert sich in folgende zehn Abschnitte:

Anwendungsbereich, Normative Anweisungen, Begriffe und Definitionen, Kontext der Organisation (Anforderungen / Erwartungen), Führung (Verantwortung / Verpflichtung), Planung (Chancen / Risiken), Unterstützung (Ressourcen), Betrieb (Planung / Lenkung), Leistungsbewertung und Verbesserung.

Wie bereits genannt, ist Qualitätsmanagement prozessorientiert aufgebaut. Dieser Aufbau ist am PDCA-Zyklus angelehnt. Dieser wurde bereits in einem früheren Beitrag näher erklärt.

Prozessorientiertes Qualitätsmanagement verbindet den PDCA-Zyklus mit der Kunden-Lieferanten-Beziehung eines Unternehmens und vereint diese Betrachtung.

8 Grundsätze der ISO 9001 – Qualitätsmanagement

1. Kundenorientierung

Identifizieren Sie die Bedürfnisse der Kunden und lernen Sie die Anforderungen ihrer Kunden kennen. Ihr Ziel darf nicht sein, die Bedürfnisse und Anforderungen zu erfüllen, sondern diese zu übertreffen. Nur dies schafft eine nachhaltige Kundenbindung.

2. Führung

Führungskräfte sind das Bindeglied in jeder Organisation und verbinden die Strategie mit der Unternehmensstruktur. Die Führung bestimmt das Umfeld jedes einzelnen Mitarbeiters und definiert Verantwortungsbereiche. Aufgabe der Führung ist es, dass sich jedes Element innerhalb der Organisation optimal entfalten kann.

3. Einbeziehung der Personen

Eine Organisation ist bestimmt durch die Personen innerhalb der Organisation. Nur wenn alle Personen mit in die Gestaltung der Organisation eingebunden werden, kommen individuelle Fähigkeiten voll zur Entfaltung.

4. Prozessorientierter Ansatz

Werden die Ressourcen der Unternehmung in einen Prozess geleitet und damit zielgerichtet eingesetzt, werden gewünschte Ergebnisse effizienter erreicht.

5. Systemorientierter Managementansatz

Das Management hat die Aufgabe alle Prozesse im Unternehmen zu identifizieren, zu analysieren, zu verstehen, zu leiten und anschließend zielgerichtet zu lenken. Das System bestimmt und beeinflusst die Wirksamkeit und Effizienz der Zielerreichung.

6. Ständige Verbesserung

Die einzige Konstante innerhalb der Unternehmung soll die ständige Verbesserung sein. Aus diesem Grund muss das Ziel der Organisation die permanente Verbesserung sein, anders ausgedrückt eine kontinuierliche Verbesserung.

7. Sachbezogener Ansatz zur Entscheidungsfindung

Entscheidungen müssen auf Basis von analysierten Daten getroffen werden, sodass möglichst wirksame Entscheidungen getroffen werden.

8. Lieferantenbeziehungen zum gegenseitigen Nutzen

Um den Nutzen innerhalb einer Organisation weiter zu erhöhen dienen Kunden-Lieferanten-Beziehungen. Diese können sowohl zwischen Außen- und Systemwelt, als auch innerhalb eines Systems zwischen Sub-Systemen implementiert werden. Durch die strikte Ausrichtung der Unternehmung auf Kunden-Lieferanten-Beziehungen wird die Wertschöpfung erhöht, da nicht benötigte Prozesse von allein verschwinden.

Weitere Informationen zu Qualitätsmanagement erhalten Sie unter: