Dieser Blogbeitrag handelt von postheroischer Führung. Unweigerlich muss dabei auch der Begriff der heroischen Führung erklärt werden. Diese beiden Inhalte sollen in dem nachfolgenden Artikel behandelt und erklärt werden. Sollten Sich dennoch weitere Fragen ergeben, stehen diverse Kontaktmöglichkeiten auf der Seite zu ihrer Verfügung.

Für die Erklärung postheroischer und heroischer Führung ein Verweis auf das Buch von Dirk Baecker. Dieses Buch dient als theoretische Grundlage.

Um die heroische Führung zu veranschaulichen, wird diese nun zunächst einmal von der heroischen Führung abgegrenzt.

Heroische Führung

Kennzeichen der heroischen Führung ist, dass an der Spitze des Unternehmens eine Person steht und die zentrale Strategie des gesamten Unternehmens vorgibt. Andere Führungskräfte rücken bei diesem Ansatz in den Hintergrund, was zählt ist der Heroe, der das Unternehmen auf Kurs hält und die Welt seiner Strategie unterwerfen will.

Es gibt in der heroischen Führung nur zwei Möglichkeiten, entweder die Organisation triumphiert oder scheitert und verschwindet von der Welt. Es gibt also entweder den Gewinner oder den tragischen Helden, den Verlierer, dessen Strategie es nicht vermochte die Welt zu unterwerfen.

Der Heroische Führer zeichnet sich durch sein zielorientiertes System aus und signalisiert damit nach außen Einheit und Kontrolle.

Postheroische Führung

Neben der heroischen Führung, gibt es noch die postheroischen Führung. Nach Meinung des Autors, folgt auf die heroische Führung zwangsläufig die postheroische Führung. Scheidet bspw. der Heroe aus, welcher als Sinnbild und Verteidiger der einen, richtigen Strategie steht, fehlt dieser nun. Die Richtung der Unternehmung bzw. Strategie ist durch den Heroe zwar definiert und vorgegeben, doch ohne ihn fehlt die strikte Verfolgung und Ausrichtung danach. Aus diesem Grund wird die heroische Führung als ein zielsuchendes System beschrieben. Ein Führer einer Unternehmung mit postheroischem Ansatz tritt eher als „Designer“ des Unternehmens auf. Der Designer versucht nicht die Welt zu unterwerfen, sondern integriert diese in die Strategie. Dies führt dazu, dass prozessorientiert und situativ vorgegangen wird. Die Strategie ändert sich laufend. Während der Heroe Entscheidungen schnell trifft und so keine Ungewissheit aufkommen lässt, ist der postheroische Führer jemand, der Unentscheidbarkeit akzeptiert und die Ungewissheit wirken lässt. Dieser Unterscheidung zeigt erneut, dass in der postheroischen Führung die Umwelt viel stärker in Entscheidungen mit einfließt.

Im Zuge der heroischen Führung werden auch Wertschöpfungsketten über die Grenzen der Organisation an Lieferanten oder Abnehmer ausgelagert.

Probleme müssen nicht sofort gelöst werden, sondern der Lösungsfindungsprozess steht im Vordergrund in der heroischen Führung. Unterstützt wird die Organisation dabei von externen „Dritten“, welche für Alternativlösungen und das „Unberechenbare“ stehen. Berater und Fachleute werden zudem engagiert, da diese Fachwissen ins Unternehmen bringen und einen neutralen Blick auf die Prozesse haben.

 

Beispiele für Unternehmen mit postheroischer Führung:

Semco

Apple

Mercedes Benz