Mit dem Jahreswechsel kommt eine wichtige Änderung auf viele Unternehmer der E-Commerce Branche zu. Die Umsatzsteuer für digitale Produkte (Beispielsweise Apps, E-Books und Dienstleister in diesem Bereich) wird komplett geändert. Nachfolgend informieren wir sie über die Details dieser neuen Regelung:

 

Wer ist von dieser Änderung betroffen?

Betroffen sind Unternehmen, welche Verträge mit privaten Kunden abschließen. (B2C) Die Vorraussetzung für die neue Regelung ist, dass die Leistung ausschließlich in elektronischer Form erbracht wird. Beispiele hierfür sind:

  • Hosting Angebote
  • Streaming Angebote
  • E-Books

Wer ist nicht betroffen?

Sämtliche Unternehmen, welche ihre Produkte als physische Waren versenden, sind von dieser Änderung nicht betroffen. Wird beispielsweise eine Falsche Wein Online bestellt, ist man in diesem Fall nicht von der neuen Umsatzsteuer-Regelung betroffen.

Was genau ändert sich?

Zukünftig wird bei Geschäften innerhalb der EU dort die Umsatzsteuer dort abgeführt, aus welchem Land der Kunde stammt.

Ein Beispiel:

Kauft ein Kunde ein E-Book über Amazon, so muss zukünftig die Umsatzsteuer in dem Land des Kunden abgeführt werden.

Kauft ein Kunde aus Frankreich jedoch ein physisches Buch bei Amazon, so muss die Umsatzsteuer höchstwahrscheinlich in Irland abgeführt werden, da sich dort der Sitz von Amazon befindet.

 

Was bedeutet das in der Praxis?

Anbieter digitaler Inhalte werde zukünftig einen erhöhten Aufwand hierfür einkalkulieren müssen. Es wäre möglich, dass ein Anbieter von E-Books in alle 28 Länder der EU liefert, so müssten auch in 28 Ländern die Umsatzsteuer abgeführt werden. Allein dadurch lässt sich ein hoher Aufwand ableiten.

 

Desweiteren sind Shopbetreiber verpflichtet, die Preise für Privatkunden immer in der Form darstellen, dass die Preise inklusive der Umsatzsteuer dargestellt werden. Zusätzlich zu dem erhöhten Verwaltungsaufwand gibt es also auch noch das Problem die Preisanzeige technisch zu optimieren um dem jeweiligen Kunden den richtigen Preis anzuzeigen.

Woher die Kunden ihrer Seite stammen lässt sich beispielsweise mit Google Analytics einfach prüfen. Klicken Sie Hier um mehr über E-Controlling zu erfahren.