In diesem Beitrag widmen wir uns nach wie vor Unternehmenskrisen, jedoch gehe ich in diesem Beitrag auf die Symptome einer Krise ein. Das heißt, wir kennen nun zwar die Ursachen, können diese jedoch nicht mittelbar erkennen. Es gilt also Konstrukte aufzubauen, welche die Ursachen von Unternehmenskrisen beobachtbar oder messbar zu machen. Dies erreicht man indem man Krisensymptome erkennt. Man spricht hierbei dann auch von einem Frühwarnsystem. Wie bereits im Beitrag zu Krisenursachen beschrieben, richten wir unsere Aufmerksamkeit innerbetrieblichen Krisenursachen.

Um was es sich bei innerbetrieblichen Prozessen handelt, lässt sich am einfachsten mit der Wertschöpfungskette bzw. Value Chain von Porter erklären.

Nun gilt es jedoch, in diesem Unternehmensbereichen Symptome zu erkennen, die auf eine Krise hindeuten können. Wichtig ist es die Ursache und das Symptom nicht zu verwechseln. Betrachtet man beispielsweise den Personalbereich, so ist ein Nachfolgeproblem kein Symptom, sonder die Ursache einer Krise. Symptome für ein Nachfolgeproblem wären dagegen eher der Altersdurchschnitt der Belegschaft oder eine hohe Fluktuationsrate.

Im technologischen Bereich wären Symptome beispielsweise die Anzahl der Patentanmeldungen pro Jahr oder eine Senkung des Investitionsbudgets.

Im finanzwirtschaftlichen Bereich können Symptome sinkender Umsatz oder eine abnehmende Liquidität sein.

Krisensymptome im materialwirtschaftlichen Bereich wären hingegen eine gestiegene Lagerdauer oder ein abnehmender Lagerumschlag.

Beispiele für Krisensymptome im absatzwirtschaftlichen Bereich wären hingegen ein abnehmender Marktanteil oder auch steigende Reklamationen.

Im Produktionsbereich können als Krisensymptome die Produktionsauslastung oder die Ausschussquote betrachtet werden.

Um diese Vielzahl an Krisensymptomen und Krisenursachen betrachten zu können bedarf es eines Krisenmanagement, dass in der Unternehmung dauerhaft institutionalisiert wird. Krisenmanagement kann in zwei Formen stattfinden. Zum einen kann antizipatives bzw. proaktives Krisenmanagement stattfinden, das bedeutet es gibt eine Früherkennung latenter Krisen und ein Risikomanagement um Krisen möglichst zu vermeiden.

Krisenmanagement kann jedoch auch reaktiv betrieben werden, das heißt, dass akute Krisen bewältigt werden und man sich eher der Sanierung widmet.

Weitere Informationen zum Krisenmanagement erhalten Sie unter: