Inkrementelle Innovationen

Inkrementelle Innovationen, sind Innovationen, die nur eine geringe Veränderung bedeuten. Stichwort hierbei ist „Step by Step“. Veränderungen werden nach und nach umgesetzt oder entdeckt. Inkrementelle Innovationen sind meist nicht das Ergebnis einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung, sondern meist das Ergebnis einer Anwendung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Dieser kontinuierliche Verbesserungsprozess zielt darauf ab, dass Erfahrungen auf „learning by doing“ und „learning by using“ gemacht werden und zu einer kleinen Veränderung führen. Learning by doing stellt hierbei Innovationen und Verbesserungsvorschläge dar, die auf Verbesserungsvorschlägen der betroffenen Ingenieure basieren. Learning by using ist das Einbringen von Verbesserungsvorschlägen der jeweiligen Anwender. (Konrad & Nill, 2001, S. 27)

Christensen beschreibt Innovationen mithilfe einer S-Kurve, welche die Leistung des Produkts wiederspiegelt. Für Christensen ist die Unterscheidung der Innovationen, ob es sich um eine inkrementelle oder radikale Innovation handelt recht einfach. Bewegt man sich als Unternehmen entlang einer bestehenden S-Kurve, welche die jeweilige Technologie bedeutet, so handelt es sich um eine inkrementelle Innovation. (Cristensen, 2015, S. 46)

Radikale Innovationen

Eine radikale Innovation ist nach Christensen der Sprung von einer Technology auf eine andere S-Kurve. Man befindet sich daher nichtmehr auf derselben technologischen S-Kurve, wie bei der inkrementellen Innovation, sondern auf einer neuen S-Kurve. (Cristensen, 2015, S. 46)

Die abstrakte Erklärung von Christensen wird im folgenden etwas anschaulicher erklärt: „Radical innovations transforms the relationship between customers and suppliers, restructures marketplace economics, displaces current products and often creates entirely new product categories“ (Leifer, McDermott, O’Connor, Peters, Rice, & Veryzer, 2000, S. 2)

Kennzeichen der radikalen Innovation ist somit die Transformation des Bestehenden. Christensen sieht dies im Sprung von einer Technologischen S-Kurve zur anderen. Leifer erklärt die Radikalität mit der Transformation der Verbindung zum Kunden oder dem Anbieter.

Innovationen

Abbildung 3: Die technologische S-Kurve (Nunes & Breene, 2011) und (Cristensen, 2015, S. 46)

Abschließend kann man hinsichtlich der Innovationsarten festhalten, dass eine disruptive Innovation gleichzeitig auch eine radikale Innovation darstellt. Eine inkrementelle Innovation, kann jedoch niemals eine disruptive Innovation sein. Eine erhaltende Innovation kann jedoch sowohl eine inkrementelle, als auch eine radikale Innovation sein.

Beispielhaft für eine inkrementelle Innovation wäre im Zeitalter der Diskette eine Vergrößerung der Speicherkapazität. Eine radikale Innovation wäre in diesem Zusammenhang eine mini Diskette oder ein Flash Speicher. Während die Diskette immer noch eine Diskette ist, stellt der Flash Speicher ein ganz neues Produkt dar. Aus diesem Grund kann man in diesem Zusammenhang auch von einer disruptiven Innovation sprechen. Schließlich führte die Einführung des Flash Speichers dazu, dass sich der gesamte Markt veränderte und der bestehende Marktführer durch einen neuen abgelöst wurde. (Cristensen, 2015)
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