Ambidexterity bzw. Ambidexterität

Duncan (1976)„bezeichnet Doppelstrukturen in Unternehmen um Zielkonflikte zu lösen indem Anpassung und Ausrichtung zeitgleich stattfinden“ als Ambidexterity. (O`Reilly III & Tushman, 2013, S. 2)

Ambidexterity ist nach Tushman und O´Reilly 1996 „the ability to simultaneously pursue both incremental and discontinuous innovation … from hosting multiple contradictory structures, processes, and cultures within the same firm“. (O`Reilly III & Tushman, 2013, S. 3) Weiterhin wird der Manager als eine Art Jongleur angesehen, der mittels Integration von Entdeckung und Ausbeutung von Ressourcen Innovationen hervorbringt, sowohl inkrementelle als auch radikale. (O`Reilly III & Tushman, 2013) Ziel ist die Fähigkeit zur simultanen Entdeckung und Nutzung von Ressourcen.(O`Reilly III & Tushman, 2013, S. 4)

Rothaermel und Alexandre sehen Ambidexterity als „die Fähigkeit einer Organisation eine Balance zwischen mehreren Aktivitäten zu vollziehen, die in einem Zielkonflikt zueinander stehen.“ (Rothaermel & Alexandre, 2008)
Ambidexterity bezeichnet nach Dobner, „das Gleichgewicht zwischen notwendiger Innovation und darüber hinaus gehender radikaler Veränderung.“ (Dobner, 2010, S. 2)

Im deutschen gibt es den Begriff der Ambidexterität, welche die Managementforschung als Beidhändigkeit beschreibt. Es geht darum „wie es einer Organisation gelingen kann, das eine zu tun, ohne das andere zu lassen und zudem nach Komplementaritäten zu suchen. (Krücken, 2013, S. 95)

Anhand der Vielzahl der Definition lässt sich ebenfalls erahnen, dass eine Vielzahl an Studien und Arbeiten über Ambidexterity bzw. Ambidexterität entstanden sind. Die Fragestellung dabei lautet meist, wie eine Organisation es schafft sich „Beidhändig“ (Krücken, 2013) zu verhalten, also innovativ zu sein, ohne dabei die Ausbeutung der bestehenden Ressourcen zu vernachlässigen. (O`Reilly III & Tushman, 2013)

Wie ein Unternehmen es schafft diese Ambidexterität in der Organisation zu leben, beschäftigt auch Christensen und führt dies weiter aus zu einem Dilemma auf das später eingegangen wird. (Christensen, The Innovator`s Dilemma, 2015)

Als Ambidexterität wird in der weiteren Arbeit die Fähigkeit einer Organisation verstanden, zeitgleich sowohl Ressourcen zu entdecken, als auch bestehende auszubeuten und dabei ein Gleichgewicht zu wahren um beide Ziele, die im Zielkonflikt stehen beherrschbar zu machen.
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